Bgm PoschGeld vergraben und verbaut!

 Liebe Neudörflerinnen und Neudörfler,
liebe Jugend!

Mittlerweile hat sich wohl österreichweit herumgesprochen, dass Städten und Gemeinden hinten und vorne Geld fehlt, auch an Neudörfl geht die Budgetkrise nicht spurlos vorüber: Die Zahl der heimischen Arbeitsplätze sinkt – dadurch wegbrechende Einnahmen aus der Kommunalsteuer wirken sich dramatisch auf unser Budget aus. Auch bei den Ertragsanteilen klafft eine Lücke – die Einnahmenprognose, auf Basis derer wir unseren Haushalt beschlossen hatten, wurde bereits mehrfach nach unten korrigiert.

Es ist müßig, darüber zu debattieren, wer der Republik diese Krise eingebrockt hat. Wir haben das Desaster nicht verursacht, dennoch steht fest, dass selbst unsere Gemeinde unter den Auswirkungen leidet und wir jeden Euro dreimal umdrehen müssen! Auch ich schaue gebannt nach Eisenstadt, wo gegenwärtig erneut Verhandlungen von Städtebund sowie ÖVP- und SPÖ-Gemeindevertretern mit dem Land Burgenland zur weiteren Finanzierbarkeit der Kommunen stattfinden. Unabhängig von deren Ergebnissen wird unser Gemeinderat bei der Budgeterstellung für 2026 an allen Rädern drehen müssen, um den hohen Standard unserer Marktgemeinde auch in Zukunft gewährleisten zu können. Sämtliche Ausgaben werden durchleuchtet, in manchen Bereichen könnten auch Gebührenerhöhungen notwendig werden.

Gibt's auch eine gute Nachricht? Ja, die gibt es! Wir profitieren jetzt davon, dass die Politik in Neudörfl seit zig Jahren Unsummen in die Ertüchtigung unserer Infrastruktur investiert hat: Bildungseinrichtungen von der Krippe bis zur Mittelschule sind auf Letztstand, der Großteil der Ver- und Entsorgungsleitungen (Kanal, etc.) wurde erneuert, die Feuerwehr ist mit modernstem Fuhrpark gut gerüstet, unsere Straßenbeleuchtung wurde jüngst auf LED umgestellt, um nur die größten Brocken zu erwähnen. Vorausschauende Politik hat dafür gesorgt, dass selbst ein künftiges Spar-Budget ohne Spielräume für große Investitionen nicht dazu führen wird, dass uns Gemeindeeinrichtungen desolat um die Ohren fliegen. Damit einher geht eine doch überschaubare Pro-Kopf-Verschuldung, die sich im Vergleich mit anderen Gemeinden im Bezirk (siehe Tabelle Seite 4) durchaus sehen lassen kann – vor allem deshalb, weil die Neudörflerinnen und Neudörfler spüren und sehen, wo und wie die uns zur Verfügung stehenden Geldmittel investiert wurden und werden: Wir haben unser Geld „vergraben und verbaut“, davon werden künftige Generationen profitieren…

Ihr
Dieter Posch
Bürgermeister

(Mitteilungsblatt Nr. 10, Oktober 2025)